Für Menschen mit einem ausgeprägten Gespür für visuelle Aspekte ist die Arbeit als Fotografin beziehungsweise Fotograf äußerst verlockend. Ein besonders hohes Maß an Freiheit bietet eine selbständige Tätigkeit in dieser Branche. Einsatzbereiche ergeben sich bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Taufen und Geburtstagen. Auch Geschäftskunden nehmen die Dienste von Fotografie-Profis häufig in Anspruch, zum Beispiel im Rahmen von Firmenjubiläen, Unternehmenspräsentationen oder Festivals. Wenn Sie sich auf diesem lukrativen Markt selbständig machen möchten, sollten Sie Ihre Erfolgschancen auswerten – mit einem gewissenhaft erstellen Businessplan.
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Manche möchten ihr Hobby zum Beruf machen, andere verfügen über professionelle Erfahrung als Fotografin beziehungsweise Fotograf und möchten fortan selbständig arbeiten. Unabhängig von Ihrem individuellen Ausgangspunkt sollten Sie sich vorab mit den Charakteristika dieser kreativen Branche vertraut machen. Während einige dieser Besonderheiten Ihnen beim Schritt in die Selbständigkeit zugutekommen, stellen andere Punkte eine Herausforderung dar.
Vorteile als selbständige Fotografin/selbständiger Fotograf:
Herausforderungen als selbständige Fotografin/selbständiger Fotograf:
Ein Businessplan ist für selbständig Fotografierende ein wesentlicher Erfolgsfaktor auf dem hart umkämpften Markt. Er dient Ihnen als Leitfaden für die Ausgestaltung Ihres Angebots und stellt sicher, dass Ihr Schritt in die Selbständigkeit von wirtschaftlichem Erfolg geprägt ist.
Die Arbeitszeiten frei einteilen, unvergessliche Momente festhalten, sich einen Namen machen – bevor Sie diese Vorzüge genießen können, sollten Sie Ihre Idee zu einem ausgereiften Konzept ausarbeiten. Einen Businessplan zu erstellen ist ideal, denn hierbei analysieren Sie jeden Aspekt Ihres Vorhabens. Ein fester Bestandteil des Dokuments ist ein Finanzplan, der Aufschluss über die ökonomische Tragfähigkeit Ihrer selbständigen Tätigkeit in der Fotografie-Branche gibt.
Ein fundierter Businessplan für Fotografen und Fotografinnen unterteilt sich in fünf Gliederungspunkte, die verschiedenen Themen gewidmet sind. Da der Einstieg in die selbständige Tätigkeit in dieser Sparte wenig komplex ist, sollte Ihr Geschäftsplan nicht mehr als 20 Seiten umfassen. Der schriftlichen Ausarbeitung geht eine umfangreiche Recherche voraus, bei der Sie Informationen über die Branche, Ihre Konkurrenz und Ihre Zielgruppe einholen. Anschließend formulieren Sie diese aus. Orientieren Sie sich hierbei an dem folgenden Aufbau.
Im ersten Abschnitt Ihres Businessplans gehen Sie auf ein bis drei Seiten auf die Eckdaten Ihres Vorhabens ein:
Welche Dienstleistung möchten Sie wie, wann, an wen und zu welchem Preis anbieten?
Schreiben Sie diesen Teil zum Schluss, denn er baut auf den Informationen der folgenden Kapitel auf.
Falls Sie den KfW-Gründerkredit beantragen oder andere Fördergelder beziehungsweise Darlehen für Ihren Start in die Selbständigkeit in Anspruch nehmen möchten, ist eine ansprechende Einleitung essenziell. Kapitalgeber erhalten im Rahmen von Finanzierungsanträgen zahlreiche Businesspläne, von denen viele bereits nach den ersten Zeilen beiseitegelegt werden.
Ebenfalls wichtig für die erfolgreiche Beantragung von Fremdkapital für selbständig Fotografierende ist ein persönlicher Abschnitt:
Eine spezifische Ausbildung haben nur wenige Profi-Fotografen und -Fotografinnen. Es sollte jedoch deutlich werden, dass Sie das nötige Know-how und die erforderliche Kreativität mitbringen. Nicht zuletzt werden Sie im Rahmen Ihrer Dienstleistung viel Menschenkontakt haben, sodass Sie auch auf Ihre Soft Skills eingehen sollten. Ziel dieses Abschnitts ist, das Vertrauen der Geldgeber in Sie als Person zu stärken.
Ob Sie als Fotograf beziehungsweise Fotografin auf selbständiger Basis erfolgreich sein werden, hängt von mehreren Einflussfaktoren ab. Diese zu kennen, ist für in dieser kreativen Branche essenziell:
Ihre Umgebung zu bewerten, hilft Ihnen bei der Entwicklung einer zielgerichteten Preis-, Marketing- und Werbestrategie. Insbesondere die Zielgruppendefinition ist unverzichtbar, denn sie zeigt Ihnen die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer potenziellen Kundschaft auf. Geschäftskundschaft erfordert eine andere Ansprache als private Interessentinnen und Interessenten.
Ebenso wichtig ist es für Sie, Ihre Konkurrenz und den Markt zu kennen. Mithilfe dieser Informationen können Sie Ihr Angebot verfeinern, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Oft ergeben sich im Rahmen der Konkurrenz- und Marktanalyse neue Möglichkeiten, Ihre Position als neuer Anbieter zu stärken.
Beispiel: Bei der Konkurrenz auf Ihrem Markt umfasst die Dienstleistung ausschließlich die Fotografie, obwohl in der Zielgruppe zusätzlich Nachfrage nach professioneller Bildbearbeitung besteht. Auf Basis dieser Information können Sie unterschiedliche Service-Pakete anbieten, die die Nachbearbeitung der geschossenen Bilder beinhaltet.
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Dieser Themenschwerpunkt ist organisatorischen und marketingbezogenen Aspekten gewidmet:
In der Foto-Branche sind eine eigene Webseite sowie die Präsenz in den sozialen Medien ausschlaggebend, um zur Zielgruppe durchzudringen. Dort können Sie Ihre bisherigen Arbeiten – das heißt Ihr Portfolio – präsentieren und neue Aufträge ergattern. Darüber hinaus geben Social Media und Ihre Internetseite zufriedenen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, eine Empfehlung für Sie auszusprechen. Im Idealfall mündet dies in einem kontinuierlichen Zulauf an lukrativen Foto-Projekten.
Während es sich bei den vorangegangenen Abschnitten um den Textteil handelte, geht der Finanzplan auf die Zahlen ein:
Wichtig ist, nicht nur einzelne Werte aufzuführen. Stattdessen sollten Sie diese in betriebswirtschaftliche Formeln einsetzen und aussagekräftige Kennzahlen berechnen. Üblich sind der Deckungsbeitrag, die Gewinnschwelle und die Liquidität. Je nach Ausrichtung Ihres Angebots können weitere Kennzahlen relevant sein.
Dieser letzte Abschnitt des Businessplans für Fotografen und Fotografinnen gilt als Herzstück des Dokuments, denn er belegt oder widerlegt Ihre Ausführungen im Textteil. Auf diese Weise zeigt er Fehler und Lücken in Ihrer Planung auf, die Sie vor einem finanziellen Fehltritt bewahren.
Ihren Traum von der selbständigen Arbeit als Fotografin beziehungsweise Fotograf detailliert niederzuschreiben, scheint aufwendig. In Wirklichkeit ist das Dokument eine wichtige Hilfestellung für den Start in die eigenständige Tätigkeit sowie für die Zeit danach. Sofern Sie Darlehen oder Fördergelder beantragen möchten, ist die Businessplanerstellung verpflichtend. Doch ein Geschäftsplan ist mehr als ein Anhang für Finanzierungsanträge. Indem Sie Ihre tatsächlichen Kosten und Einnahmen fortlaufend mit den Zahlen aus dem Plan abgleichen, können Sie Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegenwirken. Einen Geschäftsplan zu erstellen, lohnt sich für angehende Profi-Fotografinnen und -Fotografen auf selbständiger Basis somit in jedem Fall – auch wenn Sie diesen Schritt ohne Fremdkapital finanzieren.